Solidaritätskundgebung gegen den IS-Terror in Kobane

Am 26.6. fand am Essener HBF eine Kundgebung zur Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf in Kobane und gegen die aktuellen Angriffe und Massaker des IS statt. Trotz der Kurzfristigkeit kamen ca. 300 Menschen, darunter viele Jugendliche.

Moderiert wurde die Kundgebung von Yilmaz Gültekin vom Deutsch-kurdischen Verein Nav-Dem, der auch für die Linkspartei im Essener Stadtrat sitzt. Neben Nav-Dem sprachen die MLPD, das Mitglied des Bundestags Niema Movassat von der Linkspartei, DIDF, BirKar und weitere.
In den Beiträgen wurde zum Ausdruck gebracht, dass der Kampf für die Errungenschaften der Revolution in Rojava, wie z.B. die gleichen Rechte und das friedliche Zusammenleben aller Volksgruppen, auch weiterhin mit aller Entschlossenheit geführt wird bis zum vollständigen Sieg über den IS. Dessen direkte oder indirekte Unterstützung bzw. Tolerierung durch die westlichen Regierungen, insbesondere die deutsche Regierung, wurde angeprangert.

So gelangen deutsche Waffen über Saudi-Arabien und Katar an den IS. Damit einher geht die Unterdrückung der kurdischen PKK, die sich den IS-Faschisten entgegen stellt und die Bevölkerung schützt.

Auch die türkische Erdogan-Regierung wurde scharf kritisiert. Die Teilnehmer sprachen allen Angehörigen von Gefallenen ihre Anteilnahme aus.

Nahezu alle Angesprochenen unterschrieben für die Petition für einen humanitären Korridor ("Öffnet die Grenze - Kobane muss leben!"), so dass in kurzer Zeit 93 Unterschriften zusammen kamen.

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