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Essen-Kray: Antifaschisten setzen sich gegen Polizeischikanen durch – großes Interesse an Sozialismus-Veranstaltung

Korrespondenz Erneut protestierten am 10. April zahlreiche Antifaschisten und Anwohner gegen die Treffen der „Heimat“ an ihrer Landeszentrale. Während diese ihre Räume offenbar wieder für Treffen nutzen durften (zumindest fand auf der Straße davor keine Versammlung statt), suchte die Polizeiführung peinlichst nach Anlässen, die Antifaschisten zu behindern und zu kriminalisieren.

So sei das Verteilen von Flyern bei der Kundgebung des Internationalistischen Bündnis ohne vorherige Anmeldung eine Ordnungswidrigkeit. Der Flyer für das Internationale Pfingstjugendtreffen wurde peinlichst genau geprüft und fotografiert. Ähnliche Vorgänge gab es auch gegenüber Essen-stellt-sich-quer. Gabi Fechtner (MLPD) protestierte energisch und klärte die Polizisten über die Rechtslage auf. Sie stellte klar, dass dies auch juristisch nicht hingenommen wird und verlangte den Namen der Verantwortlichen. Das zeigte offenbar Wirkung: so kamen die Beamten später extra zu ihr, um sich zu entschuldigen und mitzuteilen, dass sie im Recht sei und alle Eingaben dazu gelöscht werden. Dies zeigt, wie wichtig es ist, bürgerlich-demokratische Rechte entschlossen zu verteidigen! 

Die MLPD ludt insbesondere junge AntifaschistInnen zu einer Bildungsveranstaltung mit dem Titel „Jugend – Zukunft – Sozialismus“ ein. Diese häufig gerufene Parole zeigt das gewachsene Ansehen des Sozialismus unter der Jugend. Gleichzeitig gibt es noch schwammige und unterschiedliche Vorstellungen von Sozialismus, was sich auch in den verschiedensten Gruppierungen ausdrückt. Dies tiefer zu diskutieren stieß auf großes Interesse bei Teilnehmenden verschiedenster Organisationen. Massiv kritisiert wurde auch die Geheimhaltung der konkreten Infos zum bundesweiten Aufmarsch der „Heimat“ am 1. Mai in Essen durch die Polizei. Dies gefährdet die öffentliche Sicherheit und wurde als Unterstützung der Faschisten gewertet. Es wird die antifaschistische Mobilisierung jedoch nicht aufhalten. „Unser Tag, der 1. Mai, Sozialismus oder Barbarei!“ war dazu eine Parole. 

Den Flyer für die Bildungsveranstatlung gibt es hier als pdf.

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