Kein Platz für Rassismus, Faschismus und Polizeigewalt in Essen-Kray und überall!
Seit einigen Monaten versuchen Faschist:innen in Essen-Kray Fuß zu fassen. In der Marienstraße 66a betreibt die faschistische Partei "Die Heimat" (vormals NPD) einen Treffpunkt, der zum Anziehungspunkt für Alt- und Jung-Faschist:innen geworden ist.
Jeden 2. Freitag im Monat veranstalten sie einen sogenannten "offenen Abend", zu welchem 50- 70 Personen aus dem gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus anreisen. Unter ihnen sind bekannte Nazi-Größen. Im Anschluss verbreiten sie ihre Hetze durch "Spontandemonstrationen" im Viertel und ziehen in Formation und teilweise vermummt durch die Krayer Straßen, während sie fremdenfeindliche Parolen rufen. Dies verängstigt die Anwohner:innen, insbesondere diejenigen aus der großen migrantischen Community in Essen-Kray. Doch auch abseits dieser Abende kommen immer wieder Faschist:innen in das Zentrum, kleben nationalistische Sticker in der Gegend und beleidigen und bedrohen migrantische Personen, die gerade auf der Straße sind. Es ist ein Skandal, dass die Polizei ihre Aufmärsche immer wieder absichert und mit dem Versammlungsgesetz rechtfertigt. Es gibt keine Meinungsfreiheit für rassistische und faschistische Propaganda! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Am 13. Juni ging die Polizei einen Schritt weiter: hier attackierten mehrere Polizisten
grundlos und brutal den revolutionären Rechtsanwalt Roland Meister, der selbst in Kray
lebt, und eine antifaschistische Kundgebung angemeldet hatte. Sie stießen den über 70-
jährigen Mann zu Boden, knieten sich auf ihn und fesselten ihm die Hände. Erst nach energischen
Protesten der Umstehenden liessen sie von ihm ab. Roland Meister erlitt eine Gehirnerschütterung,
Platzwunden und schmerzhafte Prellungen an den Knien. Damit wollen sie ihn und uns alle
einschüchtern. Das wird ihnen nicht gelingen – jetzt erst Recht!
Dieser Angriff auf einen bekannten Rechtsanwalt hat eine neue Qualität, weil er mittlerweile
Personen trifft, die Antifaschist:innen vor Gericht vertreten und verteidigen. Diese Eskalation reiht
sich ein in die Faschisierung des deutschen Staates, der mit Aufrüstung und Sozialkürzungen neue
Großmachtpläne verfolgt. Die Essener Polizei ist besonders „berühmt“ für Verstrickungen
in die faschistische Szene, menschenverachtende Chat-Gruppen und brutale Gewalt
gegen Migranten und Antifaschist:innen.
Wir sind ein Bündnis aus verschiedenen antifaschistischen und antikapitalischen
Gruppen in Essen. Lasst uns gemeinsam der faschistischen Gefahr in den Weg stellen!
Essen-Kray wird kein Nazi-Kiez werden. Keinen Fußbreit den Faschist:innen!
Kommt zur Kundgebung am 11. Juli um 18.30 Uhr, Ecke Marienstraße/Kiwittstraße!
Den Flyer findet ihr hier
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