März-Gedenken in Essen am 29. März 2026

Traditionell an einem späten März-Wochenende (Sonntag, den 29. März) versammelten sich auf Einladung der MLPD am Wasserturm etwa 20 Teilnehmende ebendort zum März-Gedenken. Im Zentrum der Ansprache stand der Kampf um die Arbeitereinheit im gemeinsamen Kampf trotz politischer und weltanschaulicher Differenzen, der im März 1920 sehr weit entwickelt war.

Die Rede informierte auch über den menschenverachtenden, man würde später sagen "faschistischen" Charakter der Freikorps, die gegen die revolutionären Arbeiter gehetzt wurden. Eine kleine Musikgruppe erfreute bei freundlichem Vorfrühlingswetter die Zuhörenden mit dem "Soldatenlied", dem umgedichteten "In Essen sind viele gefallen" und der Internationale mitsamt der Ruhrkämpferstrophe. Es sprachen außerdem eine Vertreterin der Montagsdemonstration, von Essen steht AUF, vom REBELL, ein "kommunistischer Arbeiter". Unterschiedlich waren die Meinungen, ob die Arbeiter- und Volksbewegung immer und unter allen Umständen Taktiken des gewaltfreien Widerstands anwenden könne, wie es ein evangelischer Ex-Berufsschulpfarrer vorschlug, oder ob gegen einen bewaffneten, zu allem entschlossenen Feind auch gewaltsam vorgegangen werden muss. Erfreut nahmen die Teilnehmer zur Kenntnis, dass in diesem März auch die Partei Die Linke erstmals zu zwei kleinen Veranstaltungen zu Ehren der Märzkämpfer aufgerufen hatte. In Zukunft kann das gemeinsame Erinnern und Gedenken gestärkt werden.

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