Semesterstart an der Uni

Unsere Unigruppe an der Universität Duisburg-Essen hat ein Flugblatt herausgebracht. Das Flugblatt wollen wir hier veröffentlichen. Hier kommt ein Auszug der ersten Seite.
Semesterstart an der Uni

Das Flugblatt

Studieren – wofür?

Für viele von euch beginnt im Oktober das erste Semester an der Uni oder Hochschule. Damit startet ein völlig neuer Lebensabschnitt: neue Stadt, neue Menschen, „neue Freiheiten“ – aber auch neue Anforderungen. Viele verbinden mit dem Studium den Wunsch, etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun – sei es in der Entwicklung  erneuerbarer Energien, in der Medizin oder im Kampf um mehr Gerechtigkeit. Dieser Wunsch nach einer besseren, gerechten Welt ist wichtig. Doch er bleibt nur ein Traum, wenn wir uns nicht aktiv dafür einsetzen.

Doch was setzt sich in eurem Alltag alles in Gang?

Von Anfang an gilt: Kopf einschalten! Setzt euch kritisch mit den Lehrinhalten auseinander – es gibt keine „ideologiefreien“ Vorlesungen. Und: Organisiert euch! Ohne eine gute Organisation frisst euch das Studium auf. Prüfungen, Leistungsdruck, Bürokratie, Konkurrenzdenken – all das trifft euch oft gleichzeitig. Viele erleben Isolation. Gegen diese Konkurrenz hilft nur Solidarität und Freundschaft. Das Leben muss außerdem finanziert werden. Jeder dritte Studierende ist von Armut bedroht, fast jede*r Zweite beendet das Studium mit einem Berg Schulden. Deshalb: Beantragt BAföG so früh wie möglich – die Verfahren dauern lange. Wenn ihr bei der Bürokratie Unterstützung braucht, wendet euch an den REBELL oder die MLPD. Und lasst euch nicht vom Elitedenken benebeln.

Die Kapitalisten hätten gern, …

dass wir Studierende ihre Herrschaft stützen und „nach oben streben“. Doch unter uns gibt es Kinder der Arbeiterklasse genauso wie Jugendliche aus der herrschenden Klasse. Die entscheidende Frage lautet: Auf welcher Seite stehst du? Auf der Seite der Kapitalisten – oder auf der Seite der Ausgebeuteten und  Unterdrückten, der Arbeiterklasse? Karrieredenken und Egoismus widersprechen dem Traum von einer gerechteren Welt.

Die Unis sind und waren immer ein politischer Ort

Universitäten waren nie nur Orte der Lehre, sondern immer

auch Orte des politischen Streits. Auch heute sind Studierende weltweit Teil großer Protestbewegungen: gegen Faschismus, Umweltzerstörung oder Krieg. Die Proteste gegen den Völkermord in Palästina sind die größten seit den Anti-Vietnamkriegsprotesten in den 1960er- und 70er-Jahren. Gerade deshalb braucht es das allgemeinpolitische Mandat an Hochschulen und Universitäten.

Lass uns frei nach Karl Marx …

nicht nur über Unrecht diskutieren, sondern es verändern. Macht mit:

• in den Oberschüler- und Studierendengruppen des Jugendverbands REBELL

• in den Hochschulgruppen der MLPD

• in Bündnissen wie Studis gegen Rechts oder Widersetzen

Hier das ganze Flugblatt

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