Zuschrift aus Essen-Kray: Zum Gedenken an die Maria und Bernhard Kreulich aus Essen – Kray – im März 1944 durch die Hitlerfaschisten hingerichtet
Beide wurden denunziert und am 17.Juli 1943 festgenommen. Der 2. Senat des faschistischen sogenannten „Volksgerichtshofs“ verurteilt Maria und Bernhard Kreulich am 28. Januar 1944 wegen „Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung“ zum Tode. Zynisch heißt es wie in den Urteilen des Volksgerichtshofes üblich am Ende des Urteils: „Die bürgerlichen Ehrenrechte werden ihnen auf Lebenszeit aberkannt. Sie tragen die Kosten des Verfahrens.“
Im März 1944 – vor 82 Jahren - wird Maria Kreulich in der Strafanstalt Plötzensee hingerichtet und das Todesurteil gegen ihren Ehemann wird im Zuchthaus Brandenburg-Görden vollstreckt.
In unmittelbarer Nähe ihres damaligen Wohnhauses befindet sich heute die faschistische Landeszentrale der Partei „Die Heimat“ (früher NPD) und der faschistischen Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ (JN), die dort regelmäßig ihre Treffen abhalten und immer wieder mit faschistischen und rassistischen Parolen auch in den Abendstunden durch Kray-Süd marschieren, auch am Haus Am Zehnthof 226 vorbei.
Gerade auch im Gedenken an den heldenhaften Mut der Eheleute Kreulich werden wir diese faschistische Provokation nicht hinnehmen.
Sofortige Schließung der faschistischen Landeszentrale in der Marienstrasse in Essen-Kray!
Kein Fußbreit den Faschisten! Für Völkerverständigung und internationale Solidarität!
Ehre dem Andenken an Maria und Bernhard Kreulich – kein Vergessen, kein Vergeben!
März 2026, Antirassistische AnwohnerInnen Initiative Essen-Kray
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